Dienstag, 1. Juni 2010

Samba de Janeiro....Unsere finale Denstination

Ausgeruht und voller Tatendrang kamen wir wieder in Rio de Janeiro an. Unser Hostel ist eine alte Villa im Stadtteil Santa Teresa, der am Berg liegt und als das Künstlerviertel der Stadt bekannt ist. Von unserem Zimmer aus haben wir einen Ausblick auf den Zuckerhut und den Corcovado und sind somit nun wirklich in Rio angekommen. Seit ich ein Kind bin wollte ich immer in diese Stadt, denn zum Einschlafen wurde mir oft "The girl from Ipanema" vorgespielt und seitdem wollte ich immer nach Ipanema, also nach Rio.
Rio beeindruckt durch seine vielfältigen Menschen, durch den eklatanten Gegensatz zwischen arm und reich und durch seine unendenwollende Größe. 13 Millionen Menschen leben in dieser Stadt, ein großer Teil in den Favelas, die Armenviertel, die sich die Hügel hinauf strecken und wo bekanntermaßern eine enorme Drogenkriminalität herrscht. Rio hat den Ruf extrem gefährlich zu sein und schon bevor man hierher reist hört man von allen Ecken und Enden Horrorgeschichten von Überfällen bis hin zu Vergewaltigungen. Einer der vielen Gründe warum wir diese Stadt an das Ende dieser Reise gelegt haben, denn wir wollten nicht (falls uns etwas passiert) mit einem schlechten Nachgeschmack weiterreisen. Ich will es mal so formulieren, Rio scheint wirklich nicht ohne zu sein und es ist eine Großstadt in der man sich an gewisse Regeln halten muss. Es sei vorsicht geboten und man fährt bestimmt mehr mit Taxis als sonst, um sicher nach Hause zu kommen. Es ist wie in anderen Großstädten, so wie auch in Europa, man muss aufmerksam sein und sich nicht unnötig in komische Situationen bringen. Allerdings hat man bestimmt öfter ein mulmiges Gefühl im Magen und es wird einem die Gefahr bewußt, wenn 4 Polizisten mit 4 Sturmgewehren die aus dem Fenster schauen an einem vorbeifahren. Außerdem läßt man den Fotoapparat oft doch lieber in der Tasche.Doch hält man sich im Zentrum unter tags auf, so scheint es für uns kein großes Problem zu sein. Denn die Cariocas, wie die Einheimischen genannt werden, sind fröhlich, freundlich und hilfsbereit, auch wenn es schwer ist sich zu verständigen. Denn englisch spricht hier kaum jemand und wir und portugiesisch ist auch so eine Sache....

Rio de Janeiro ist bekannt für den Zuckerhut, die Christusstatue, Samba, Bossa Nova, Caipirinha, die schönsten Hinterteile der Welt, die Strände Ipanema und Copacabana und natürlich Fußball! Und nichts davon haben wir ausgelassen!!!!!!!!!
Gleich am ersten Tag sind wir mit der Seilbahn hinauf auf den Zuckerhut gefahren und überblickten diese unglaubliche Stadt. Hier hat man alles was die Natur zu bieten hat. Meer, Strand, Berge, Wälder und einen See. Am Abend trafen wir uns dann mit Meggie und Daniel (Freunde aus Wien) und haben uns gemeinsam das RioDerby angesehen. Flamengo gegen Fluminense, wobei Fluminense 2:1 gewonnen hat. Das Maracana Stadion, in dem das Spiel stattfand hat Platz für 90.000 Menschen (an diesem Abend waren es lediglich 20.000 Zuseher) und 2014 wird hier vermutlich das Weltmeisterschaftsfinale stattfinden und 2016 die Olympischen Spiele. Die Stimmung war unübertrefflich, da wurde Samba getanzt und getrommelt was das Zeug hält um die Mannschaften anzufeuern. Am nächsten Tag ging es dann nach Lapa, einem Stadtteil der wegen seiner Sambaclubs und Bars bekannt ist und wo es uns auch an den Abenden hinverschlagen wird. Aber Lapa ist auch bekannt wegen der Escada de Lapa, eine Treppe, die ein Künstler seit 1990 mit Fliesen aus 120 Ländern geschmückt hat und die in allen bunten Farben erstrahlt. Die Stiege war auch Drehort für das Musikvideo "Beautiful" von Snoop Doggy Dog und Pharell Williams.
Da das Wetter nicht ganz so mitspielte haben wir mit dem Besuch der 30m hohen Christus Statue bis am vorletzten Tag gewartet, denn oft liegt die Statue als einziger Punkt in der Stadt im Nebel. Leider wird die Statue seit Anfang März renoviert und wird somit von einem riesigen Gerüst verdeckt, doch wenn wir schon in Rio sind mussten wir da trotzdem hin und der Ausblick von 710m Höhe über die Stadt ist einfach atemberaubend. Und abends, ja da gehts natürlich nach Lapa zu Samba und Caipirinhas. Mein neuer persönlicher Favorit: Maracujacaipirinhas Mmmmhh...
Zum Abschied gind es dann noch einmal nach Ipanema zum Hippie Fair (einem sonntäglichen Kunst und Fetzenmarkt) und selbstverständlich auch noch einmal an den Strand, denn den werden wir wohl erstmal hinter uns lassen (außer das Wetter in Österreich wird nicht besser ;)) Denn nun sind die 3 Monate und damit unsere Reise so gut wie zu Ende. 94 Tage, 10 Länder, 15 Flüge, zehntausende Kilometer, 10 Busreisen, 2 gemietete Campervans, unglaublich viele Sonnenstunden, 2000 Fotos, 2 zerrissene Rucksäcke, 3 Paar ausgelatschte Flip Flops, 3 Tuben Zahnpasta, 3 Duschgels, 2 Flaschen Sonnencreme, 2 Deodorants, 1 Aftersun, 10 schlaflose Nächte, eine gebrochene Zehe, ein halbabgetragener Zehennagel, ein ausgebrochenes Stück Zahn, 1 Fußballspiel, 2 Tauchscheine, 1 neues Weltwunder, viel Wasser, Bier, Wein und andere Alkoholika, einige fleckige T-Shirts, unzählige Lacher und wenige Tränen, viel Unbeschertheit, Spaß, einige neue Bekannschaften, 3 Bücher, 5 Reiseführer, einige Souvenirs, unzählige Erinnerungen und ganz viel Lebensfreude, Entdeckungslust und atemberaubende Momente später sind wir wieder da!!!!!!!!!!!
Danke an alle die unseren Blog mitverfolgt und mit uns unseren großen Traum miterlebt haben....und ich glaube fast ihr werdet wieder von uns hören!!! ;)
Saskia & Roland

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen